Gentechnik in der Landwirtschaft löst die Probleme nicht!

Möglicherweise wäre der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft in einigen Bereichen sogar kurzfristig mit Erfolgen verbunden: Höhere Erträge auf versalzten, trockenen oder ausgelaugten Böden vor allem in den Ländern des Globalen Südens könnten sicherlich durch entsprechend angepasste Pflanzen erzielt werden und damit einen Beitrag zu Bekämpfung des Welthungers darstellen. Was spräche dagegen, die Chancen der Gentechnik hier vorurteilsfrei neu zu überprüfen? – Ich denke, es spricht Gewichtiges dagegen: Der Einsatz von Gentechnik stellt einen rein technikimmanenten Lösungsansatz dar und indem man sich auf ihn konzentriert, blendet man die sozialen und ökologischen Ursachen für geringe Erträge mehr und mehr aus. Die Ursachen, die weltweit zu Unterernährung, Armut und Hungerskatastrophen führen, sind zu allererst sozialer und politischer Natur: Die systematische Marginalisierung von Kleinbauern und die damit zusammenhängende Zerstörung von kleinräumigen Vermarktungsstrukturen, der Klimawandel, Kriege, Vertreibung und fatale Nahrungsmittelexporte – DAS sind die Ursachen, die bekämpft werden müssen! Wenn wir uns darauf konzentrieren, hat der vermeindliche Charme der Gentechnik auf dem Acker ausgedient. Deshalb: Keine Gentechnik in der Landwirtschaft – weder bei uns noch sonstwo und für eine ökologische Agrarwende, überall!

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