„Diese Haltung führt ins Abseits!“

„Wasch´ mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“ – Nach diesem Motto verfährt die Oberzent-CDU in Sachen Energiewende! Ihr Fraktionsvorsitzender Oliver von Falkenburg schließt sich jetzt laut Odenwälder Echo der konservativ-wirtschaftsliberalen Werteunion Hessen an, deren Vorsitzender Sebastian Reischmann das Ziel vertritt „jedes weitere Windrad in Oberzent und im Odenwald zu verhindern“ (OE vom 25.8.2018).  Bei dieser Art von Fundamentalopposition fragt man sich kopfschüttelnd, ob der Klimawandel bei der Oberzent-CDU überhaupt angekommen ist? Man sollte der CDU-Oberzent mal ein Gespräch mit dem ehemaligen Bundesumweltminister und CDU-Mitglied Klaus Töpfer empfehlen. Und Herrn Reischmann, der meint, die hessische Landesregierung sei „mit fehlgeleitetem grünen Gedankengut durchsetzt“, würde ich einen Sprachgebrauch empfehlen, der der demokratischen politischen Kultur im Lande förderlicher ist!

Am Ende eines politischen Entscheidungsprozesses kann immer die Entscheidung für oder gegen ein Windrad stehen (ja, richtig gelesen: es können auch mal welche nicht gebaut werden), je nach dem, wie die Sachlage (natürliche Gegebenheiten, Naturschutzauflagen, Rechtsvorschriften, …) es erfordert bzw. gebietet. Wer aber Fundamentalopposition betreibt, der lehnt begründete Entscheidungen im Einzelfall von vorne herein ab, will eine pauschale Lösung zu seinen Gunsten, entzieht sich einer konstruktiven Willensbildung, verschließt sich dem Willen zum Kompromiss und verabschiedet sich somit auch ein Stück weit von den Grundlagen der bürgerlichen Gesellschaft, die zu vertreten die CDU doch immer so stark vorgibt.

Die große Mehrheit der Odenwälderinnen und Odenwälder, die einen an der Sache orientierten Dialog über Energiewende wünscht und die den Odenwald als einen Teil der ganzen Welt und nicht als Insel begreift, lässts ich jedenfalls mit solchen fundamentaloppositionellen Einstellungen nicht abspeisen.

DESHALB: Auf in den Wahlkampf, für einen GRÜNEN Odenwald in einem GRÜNEN Hessen!

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