„Gib mir was, was ich wählen kann!“

Zusammen mit den Direktkandidat*innen der anderen Parteien war ich zu Gast beim Arbeitslosen-Treff KOMPASS in Erbach zum Thema „Langzeitarbeitslosigkeit und Politik“. Zunächst wurde eine sehr interessante Studie vorgestellt („Gib mir, was ich wählen kann!“ Nichtwähler Studie), in der die Motive von langzeitarbeitslosen Nichtwähler*innen dargestellt werden. Wichtigstes Ergebnis: Langzeitarbeitslose Nichtwähler*innen sind meist politisch sehr interessiert und gut informiert und ihre Meinungen gehen durchaus weit auseinander. Was sie eint, ist das Gefühl, durch die parlamentarische Politik nicht mehr repräsentiert zu sein. Wichtig ist deshalb: Erst mal wieder zuhören, was die Menschen betrifft und wirklich angeht.
Bei der anschließenden intensiven Diskussion mit den Direktkandidat*innen werden einige weitere Aspekte prekärer Lebensverhältnisse thematisiert und ich sage dazu: Neben einer GRÜNEN Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik brauchen wir einen humanen und wirksamen sozialen Arbeitsmarkt und sollten dafür sorgen, dass die ALG II-Sanktionen der Vergangenheit angehören und eine gerechte Bürgerversicherung geschaffen wird, in die alle Arbeitnehmer*innen einzahlen. Zudem müssen wir die Chancen und Risiken der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt diskutieren und in diesem Zusammenhang auch die gesellschaftlichen Möglichkeiten für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausloten.
Vielen Dank an den Arbeitslosen-Treff Erbach, das Bistum Mainz und das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung für die Einladung!

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