Es geht nicht um´s Schuleschwänzen …

Das Entscheidende ist doch: Vor Greta und der Bewegung #FridaysForFuture muss keiner Angst haben! Angst müssen wir nur dann haben, wenn die Gesellschaft die klimapolitischen Ziele, für die diese jungen Leute einstehen, verschläft oder nicht energisch genug vorantreibt! Und es geht auch nicht darum, die Jugendlichen aktiv zum Schulschwänzen aufzufordern, denn in der Tat, die Schulpflicht gibt es wirklich :-). Aber wenn sie es dennoch tun, dann muss man eben auch mal abwägen zwischen dem Rechtsgut, für das sie einstehen (Nachhaltigkeit genießt in Hessen jetzt auch Verfassungsrang) und dem Rechtsgut der Schulpflicht. Bringt uns ja auch nicht viel weiter, wenn wir irgendwann in der Zukunft mal sagen können: „Hey, unser Planet liegt am Boden, aber – Gott sei Dank – die Schulpflicht wurde immer eingehalten!“. Und wenn wir mal in die Geschichtsbücher (generell ein guter Tipp für manche!) schauen, dann erkennen wir ganz schnell, dass die Nichteinhaltung von Rechtsvorschriften auch oft ein Mittel war und ist, auf die eigene Sache aufmerksam zu machen. Oder wäre die 68er-Bewegung (ok, das ist jetzt eine Nummer größer, aber sei´s drum), die unsere Gesellschaft nachhaltig positiv geprägt hat, zustande gekommen, wenn jede Aktion vorher auf ihre Rechtskonformität überprüft worden wäre? Um es nochmal klar zu sagen: Niemand, auch ich nicht, fordert die Schüler zum Schwänzen auf. Aber wenn es dennoch der Fall ist, bietet die Schule als Ganzes auch die Möglichkeiten, damit kreativ und im Sinne des schulischen Bildungsauftrages umzugehen.

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