Grüne treiben ÖPNV-Ausbau voran

Michelstadt. – Kapazitätsprobleme bei der Odenwaldbahn haben immer wieder, insbesondere in den letzten Wochen, zu Ärgernissen bei Fahrgästen geführt. Die Odenwaldbahn wird in zunehmendem Maße von Berufspendlern genutzt. „Der Erfolg der Odenwaldbahn darf nicht zu ihrem größten Problem werden. Die gesteigerte Nachfrage durch Berufspendler soll nicht durch ständige Kapazitätsengpässe gebremst werden“, äußert sich dazu Frank Diefenbach, Mitglied des Landtags für die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Frank Diefenbach, zuständig für den Odenwaldkreis, hat sich der Problematik angenommen und gemeinsam mit der verkehrspolitischen Sprecherin Karin Müller (MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) das Gespräch mit dem Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Wohnen sowie den Verantwortlichen aus der Fachabteilung im Verkehrsministerium gesucht. Im Gespräch zeigte sich, dass man auch im Verkehrsministerium im Rahmen der eigenen Kompetenzen an einer Lösung für die Schwierigkeiten der Odenwaldbahn arbeitet. Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Odenwaldbahn, die der RMV in Auftrag gegeben hat, werden dort noch in diesem Sommer erwartet. Die Experten des Ministeriums erklären, dass man auf die Machbarkeitsstudie angewiesen sei, um die Verkehrsverbünde beim Ausbau der Schieneninfrastruktur zu unterstützen. „Wir haben einen Ausbau der Schieneninfrastruktur im Koalitionsvertrag bereits festgelegt. Die Machbarkeitsstudie wird zeigen, wie eine zweite Ausbaustufe für die Odenwaldbahn umgesetzt werden kann: in Elektrifizierung, weitgehender Zweigleisigkeit und Kreuzungsbahnhöfen sehe ich Lösungswege. Zunächst sind aber vor allem zeitnahe Lösungen für die Kapazitätsprobleme der Odenwaldbahn und den daraus resultierenden Problemen gefragt. Ich bin selbst regelmäßiger Fahrgast und kenne den Ärger über Überfüllung, Verspätungen und Anschlussprobleme aus erster Hand“, so Diefenbach. Diefenbach sieht Handlungsbedarf für eine kurzfristige Abhilfe für die Kapazitätsprobleme der Odenwaldbahn gegeben und hat sich deshalb mit einem Schreiben direkt an die RMV-Geschäftsführer Herr Rivat und Herr Kavai gewandt. Die Landesregierung hat die den Verkehrsverbünden in den Jahren 2017 bis 2021 zur Verfügung stehenden Mittel zum Betrieb von Bussen und Bahnen im Vergleich zur vorherigen Finanzierungsperiode um 20 Prozent aufgestockt. Der Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigt sich zuversichtlich, dass auch diese Mittel dazu beitragen können, die aktuell auf der Odenwaldbahn bestehenden Probleme anzugehen und setzt darauf, dass es zu einer zeitnahen Lösung kommt.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld