Energiewende & Landwirtschaft

Windkraft im Odenwald

Als GRÜNER setze ich mich dafür ein, dass alle regenerativen Energieformen in angemessener Weise genutzt werden, denn die Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern und Atomenergie muss endgültig überwunden werden.

In diesem Zusammenhang spielt selbstverständlich auch die Nutzung der Windkraft in unserem Wahlkreis eine Rolle, speziell im Odenwald.

Leider wurde der Flächennutzungsplan der Odenwaldkommunen zur Nutzung der Windkraft  2015 vom Darmstädter Regierungspräsidium aus rechtlichen Gründen nicht genehmigt. – Als GRÜNER stehe ich nach wie vor zum Ausbau der Windkraft im Odenwald, sofern sie verhältnismäßig erfolgt und ich bringe dem RP Darmstadt hier das Grundvertrauen entgegen, das ich auch dem gesamten Rechtsstaat entgegenbringe.

Ernste Argumente für den Schutz von Mensch und Umwelt sind natürlich immer im Rahmen eines komplexen Abwägungsprozesses zu berücksichtigen. Und am Ende dieses Prozesses muss dann eine Entscheidung stehen, die in verschiedenen Fällen auch verschiedenen ausfallen kann.

Energiewende als Energiemix organisieren

Die Windkraftnutzung im Odenwald stellt einen Beitrag zur hessischen und globalen Energiewende dar. Daneben müssen aber auch andere regenerative Energieformen genutzt werden: Wasserkraft (z.B. an Schleusen in Flüssen) und selbstverständlich Photovoltaik und Solarthermie in der Fläche auf den vielen Dachflächen der Wohnhäuser und Gewerbebauten.

Am Ende muss der Einsatz aller Energieträger folgenden Kriterien genügen:

Effizienz: Alle regenerativen Energieträger müssen angepasst an die jeweiligen örtlichen Erfordernisse und Gegebenheiten optimal genutzt werden.

Konsistenz: Der gesamte Materialdurchfluss unserer Volkswirtschaft muss an dem Ideal geschlossener Stoffkreisläufe orientiert und entsprechend umgestaltet werden.

Suffizienz: Wir müssen Energie einsparen und unseren Lebensstil, der die ökologischen Kapazitäten der Erde längst überschritten hat, radikal in Frage stellen.

Bei alle dem müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen und zwar dort, wo unser Einfluss am größten ist: im Odenwald, in Hessen,  in Deutschland, in Europa.

Ökologische Landwirtschaft weiter ausbauen!

Der Umstellung konventioneller Landwirtschaft auf ökologische Standards kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn wir unser Klima retten, uns gesund ernähren und die Nutztiere gut behandeln wollen. Deshalb unterstütze ich die Bewerbung des Odenwaldkreises, des Kreises Darmstadt-Dieburg und des Kreises Groß-Gerau, eine Ökomodellregion zu werden! Gerade die Herausbildung regionaler Vermarktungsstrukturen bietet eine große Chance, ökologisch wirtschafttenden Landwirten auch die entsprechenden Absatzmärkte zu bieten, die sie brauchen, um ihre Existenz zu sichern.

Um mehr Bauern und Landwirten einen Umstieg auf ökologische Wirtschaftsweise zu ermöglichen, müssen auch die Weichen der EU bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) neu gestellt werden: Subventionen dürfen nicht länger an die Fläche gekoppelt, sondern müssen an die Leistungen gebunden werden, die die Bauern und Landwirte für die Gesellschaft und ihren ökologischen Fortschritt erbringen.