Meine politischen Ideale

 „Jeder hat sein Leben ganz zu leben.“

(Rudi Dutschke)

Ich bin 49 Jahre alt (Jg. 1969) und daher eigentlich eher ein untypischer Vertreter derjenigen, die ihre politischen Wurzeln in der 68er-Bewegung und der APO der 70er Jahre sehen. Ich habe mich nicht nur in meiner Funktion als Lehrer sehr intensiv mit dieser Materie beschäftigt und mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass mich keine andere politische Bewegung je so fasziniert hat wie diese: Die Vorstellung, dass die Menschen selbstbestimmt ihr eigenes politisches Gemeinwesen gestalten, ist dasLeitbild für meine politische Arbeit.

Rudi Dutschke ist ein politisches Vorbild. Er war als Studentenführer ein undogmatischer Linker, der sich nicht von Gewaltphantasien leiten ließ und an die emanzipatorische Kraft der Vernunft glaubte. Was er wohl heute zum sog. „postfaktischen Zeitalter“ sagen würde?

(Mit Hans-Christian Ströbele, Urgestein der GRÜNEN und 68er-Ikone, beim Bundesparteitag in Münster 2016)

Als Jugendlicher bekam ich die Spätausläufer der Anti-Startbahn-West-Bewegung mit, deren Intensität mich bis heute fasziniert.

Die Neuen Sozialen Bewegungen (Umwelt-, Friedens- und Frauenbewegung), haben gezeigt, dass Menschen kein unüberwindliches Schicksal haben, sondern ihre Zukunft selbst gestalten können.

Zum Schluss noch ein Wort zu dem super Typen neben mir auf dem Foto: Hans-Christian Ströbele hatte seit 2002 als bisher einziger GRÜNER ein Direktmandat in seinem Wahlkkreis Friedrichshain-Kreuzberg inne, der bei der Bundestagswahl 2017 an seine GRÜNE „Nachfolgerin“ Canan Byram ging. Dass er 2017 nicht nochmal kandidierte, ist verständlich, war aber ein Verlust. Was man von einem wie ihm lernen kann? – Ganz einfach: Politik muss immer authentisch sein und braucht gelegentlich einen langem Atem!