Meine politischen Ideale

 „Jeder hat sein Leben ganz zu leben.“

(Rudi Dutschke)

Ich bin 49 Jahre alt (Jg. 1969) und daher eigentlich eher ein untypischer Vertreter derjenigen, die ihre politischen Wurzeln in der 68er-Bewegung und der APO der 70er Jahre sehen. Ich habe mich nicht nur in meiner Funktion als Lehrer sehr intensiv mit dieser Materie beschäftigt und mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass mich keine andere politische Bewegung je so fasziniert hat wie diese: Die Vorstellung, dass die Menschen selbstbestimmt ihr eigenes politisches Gemeinwesen gestalten, ist das Leitbild für meine politische Arbeit.

Rudi Dutschke ist ein politisches Vorbild. Er war als Studentenführer ein undogmatischer Linker, der sich nicht von Gewaltphantasien leiten ließ und an die emanzipatorische Kraft der Vernunft glaubte. Was er wohl heute zum sog. „postfaktischen Zeitalter“ sagen würde?

Zusammen mit Gretchen Dutschke anlässlich einer Lesung aus Ihrem neuen Buch „1968 – Worauf wir stolz sein dürfen“ am 22.8.2018 in Darmstadt.

Als Jugendlicher bekam ich die Spätausläufer der Anti-Startbahn-West-Bewegung mit, deren Intensität mich bis heute faszinieren.

Die Neuen Sozialen Bewegungen (Umwelt-, Friedens- und Frauenbewegung), haben gezeigt, dass die Menschheit nicht einem unüberwindlichen Schicksal ausgeliefert ist, sondern dass Menschen ihre Zukunft selbst gestalten können, wenn sie es gemeinsam angehen.

Wenn auch die Handlungssspielräume der Politik  – gerade in der heutigen Zeit mit ihren komplexen Fragestellungen – für manche Zeitgenossen nicht unbedingt größer zu werden scheinen, gilt dennoch: Steter Tropfen hölt den Stein! Wir können mit einer entschlossenen Politik unsere Welt nachhaltig zum Guten wenden. Auch wenn man manchmal nur kleine Schritte tun kann, man kann sie in die richtige Richtung tun! Jeder noch so lange Weg setzt sich letztlich aus einzelnen Schritten zusammen!